Dort entstand 1830 der erste katholische Friedhof in Wolfenbüttel nach der Reformation, der im Jahre 1899 wieder aufgegeben wurde. Ein Areal für einen größeren Friedhof konnte von der katholischen Gemeinde Am Atzumer Weg (heute Schinkelstraße/ Am Jahnstein) erworben werden. Hier befindet sich seit 1899 der katholische Friedhof, auf dem am 1.11.1978 eine neue Friedhofskapelle eingeweiht worden ist.
Das Grundstück des ehemaligen katholischen Friedhofes an der Friedrich-Wilhelm-Straße wurde an die Stadt zurück veräußert, die einen Teil davon dem Landkreis überließ. Darauf wurde 1950 das Gesundheitsamt gebaut. Den anderen Teil erhielt im Jahre 1954 der Bildhauer Erich Schmidtbochum für den Bau seines Ateliers.
Ein weiteres trauriges Kapitel der Stadtgeschichte darf in diesem Zusammenhang nicht unerwähnt bleiben: In den Jahren 1937-1945 wurden auf Befehl der damaligen Nationalsozialistischen Regierung im Wolfenbütteler Strafgefängnis mehr als 500 Personen hingerichtet. Darunter waren 145 Frauen und Männer katholischen Glaubens, die hier auf dem neuen katholischen Friedhof beigesetzt wurden. Fast alle diese Toten konnten später exhumiert und in ihre Heimat, zumeist nach Belgien oder nach Frankreich, überführt werden. Eine Gedenktafel an der Friedhofskapelle und eine kleine Anlage mit einem Gedenkstein erinnern an diese Schicksale.
Gut zu wissen
Eignung
für Individualgäste
Haustiere erlaubt
Zahlungsmöglichkeiten
Autor:in
Lessingstadt Wolfenbüttel
Organisation
Lessingstadt Wolfenbüttel
Lizenz (Stammdaten)
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